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Energiemedizin & Bioenergetik
In allen Wissenschaften vollzieht sich derzeit ein Paradigmenwechsel, der seine Grundlage in der Quantenphysik hat. Nicht mehr sicht– oder absolut messbare physikalische Größen stehen im Mittelpunkt, sondern Information. Information als Energieform, als Zustand, als Medium — in jeder Hinsicht spielt Information eine Rolle.
Natürlich sind schon 100 Jahre seit Einsteins Veröffentlichung der Relativitätstheorie vergangen, aber wie viele Menschen gibt es heute wirklich, die sein „Everything in life is vibration“ (Alles im Leben ist Schwingung) tatsächlich verstehen? Es hat Jahrhunderte gedauert, bis sich die im 16. Jahrhundert gereifte Erkenntnis durchgesetzt hat, dass die Erde eine Kugel ist und keine Scheibe, und dass die Sonne im Mittelpunkt unseres Systems steht und nicht die Erde. Und dennoch wurde im Jahre 1840, also 300 Jahre nach Entdeckung der Heliozentrik, in Madrid letztmals ein Mensch hingerichtet, weil er — wie wir wissen zu Recht — behauptet hat, dass sich die Erde um die Sonne drehte. Der spanische Königshof hat in der Tat bis Mitte des 19. Jahrhunderts an der damals schon 300 Jahre überholten geozentrischen Himmelsmechanik festgehalten. Welche Umstände noch dazu geführt haben, dass man den Delinquenten damals hingerichtet und nicht nur „weggesperrt“ hat, bleibt wohl ein Geheimnis.
Und es werden sicher Jahrzehnte vergehen, bis sich die nun auf uns einströmenden neuen Erkenntnisse als normal durchgesetzt haben werden. Ignaz Semmelweis ist seinerzeit verlacht worden, als er Mitte des 19. Jahrhunderts durch einen einfachen Versuch nachweisen konnte, dass ein Spezialfaktor (nämlich die bis dahin unbekannten Bakterien) für die Kindersterblichkeit in Wiens Universitätklinik verantwortlich war. Er hat Selbstmord begangen, weil er sich nicht mit seinen Erkenntnissen durchsetzen konnte. Selbst die Erfinder der Kernspintomographie sind zunächst verlacht worden, aber heute ist das Verfahren bereits Standard. In meiner Praxis, in der energiemedizinische Aspekte bereits großen Raum einnehmen, begegnen mir immer wieder sehr skeptische Patienten, die selbst Akupunktur und Homöopathie als Humbug und reine Placebowirkung abtun. Geschürt von den Veröffentlichungen unwissender Schulmediziner und unter dem Druck der Pharma-Lobby entstehen Unsicherheit und Angst vor den nichtinvasiven Möglichkeiten der Energiemedizin und der Bioenergetik zugunsten eines Glaubens an die messbare Allopathie und invasive schulmedizinische Verfahren. Dabei wird außer Acht gelassen, dass jährlich vermutlich ca. 50000 Menschen allein in Deutschland an den Nebenwirkungen der ihnen verschriebenen Medikamente sterben. Als Vergleich seien die Zahlen für Verkehrstote (8000) und Selbstmorde (25000) erwähnt.
So kompliziert, wie sich die Energiemedizin und Bioenergetik anhören, so umfassend sind sie auch. Sie können als Teil der holistischen (= ganzheitlichen) Medizin aufgefasst werden.
Energiemedizin ist nun das Feld, in dem sich der Quantensprung in der Medizin manifestiert. Sie umfasst alle Gebiete der Medizin, in denen Information in Form von Feldern und/oder Wellen zur Diagnostik und Therapie eingesetzt wird. Bekannte Beispiele sind „alte“ Methoden wie Akupunktur oder Homöopathie, aber es gibt auch sehr moderne Verfahren, die darunter fallen, wie z. B. die bereits erwähnte Kernspintomographie (NMR = Nuclear Magnetic Resonance) oder die Positron-Emissions-Tomographie (PET). Wer sich einen Überblick über die gängigsten Verfahren verschaffen möchte, dem sei das Buch „Energiemedizin — Konzepte und ihre wissenschaftliche Basis“ von James L. Oschman empfohlen, das in diesem Jahr in 1. Auflage in deutscher Übersetzung bei Urban & Fischer erschienen ist. Die englische Originalausgabe datiert aus dem Jahr 2000.
Bioenergetik nutzt die informatorische (z. B. elektromagnetische) Signatur, in der sich alle Dinge, seien es Zellen, Gewebe oder Stoffe unterscheiden. Bioenergetik enthält Elemente der traditionellen chinesischen 5-Elemente-Lehre, der Bioresonanz, aber auch der weitergehenden Informationsmedizin, der Chakrentherapie, der Radioästhesie und der Auratherapie. Das Haupteinsatzgebiet der Bioenergetik stellt die Behandlung von psychosomatischen Beschwerdebildern jeglicher Art (u. a. auch Allergien und Hautkrankheiten) dar. Die Information der körpereigenen Energiefelder wird in Ruhe und unter Provokation durch Schadstoffe, Medikamente oder durch Verstärkung mittels homöopathischer Arzneimittel erfasst und anschließend moduliert auf den Körper zurückgegeben. Die daraus resultierende innere Resonanz verhilft dem Körper dazu, sich selbst zu helfen (Autoregulation).
Dr. med. Folker Meißner |